PAUL KLEE. KONSTRUKTION DES GEHEIMNISSES

01.03.2018 – 10.06.2018

Pinakothek der Moderne

Mit dem Titel „Konstruktion des Geheimnisses“ widmet die Pinakothek der Moderne dem Künstler Paul Klee eine große Sonderausstellung, die sich mit der Verknüpfung von Verstand und Mysterium im Werk des Künstlers befasst. Im Mittelpunkt steht dabei die Schaffensperiode der 1920er Jahre, in denen sich Klee mit den neuen Herausforderungen des Menschen in einer technisierten Moderne und ihren Konsequenzen für das künstlerische Schaffen auseinandersetzt. In seinem Werk erkundet und überwindet Klee systematisch die Grenzen des Rationalen.
Als Meister am Bauhaus stellt Klee den Rationalismus in Frage, der durch Walter Gropius‘ Motto „Kunst und Technik- eine neue Einheit“ seit 1923 in den Vordergrund rückt. Statt sich den technisch-rationalen Tendenzen unterzuordnen, strebt Klee nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Seine systematische Gestaltungslehre am Bauhaus ermöglicht es Klee, die Reflexion über die Grenzen von Diesseits und Jenseits mittels Farb-, Raum- und Perspektivstudien in eine neue abstrahierte Bildsprache zu übersetzen.
Die Ausstellung nimmt die Bauhaus-Zeit des Künstlers in den Blick und beleuchtet Klees Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus. Der umfangreiche Münchner Bestand, zu dem das jüngst erworbene Gemälde „Pastor Kohl“ gehört, wird zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentiert. Ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog mit Beiträgen führender Klee-Forscher ergänzt die Ausstellung.

 

1. Nach der Zeichnung 19/75 (Versunkenheit), 1919Aquarellierte Lithographie, 22,2 x 16 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee, © Zentrum Paul Klee, Bern, Bildarchiv

2. Pastor Kohl, 1932, 269 (X 9), Öl mit Pinsel, Spachtel und Stempel auf grundiertem Gewebe auf Sperrholz; rekonstruierte Rahmenleisten, 50 x 65 cm, CR 5965 2015 gemeinsam mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und mit Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. sowie der Kulturstiftung der Länder erworben durch Ankauf von den Erben nach Paul und Lily Klee

3. Mondaufgang (St. Germain), 1915, Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton, 18,4 x 17,2 cm, Museum Folkwang, Essen, © Museum Folkwang Essen - ARTOTHEK

4. Über Bergeshöhe, 1917, Aquarell auf Papier auf Karton, 31 x 24,1 cm Gemeentemuseum, Den Haag, © Collection of the Gemeentemuseum Den Haag

5. Gebirge im Winter, 1925, Pinsel und Aquarell, gespritzt, auf Kreidegrundierung auf Papier, mit Gouache und Feder eingefasst, unten Randstreifen mit Gouache und Feder, auf Karton, 25 x 35 cm, Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Kunstmuseum Bern, © Kunstmuseum Bern

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