Lucas van Leyden
Meister der Druckgraphik

Staatliche Graphische Sammlung, München

Lucas van Leyden (1489/94-1533) war der bedeutendste niederländische Kupferstecher der Renaissance. Schon in frühester Jugend hatte er sich auf diese Kunstform spezialisiert und galt als „Wunderkind“. Berühmt sind seine delikat gestochenen Blätter für ihre subtilen Grauabstufungen, mit denen Lucas wir nur wenige den Eindruck räumlicher Tiefe und atmosphärischer Stimmungen zu erzeugen wusste. Auch durch sein erzählerisches Talent verstand er es, das Publikum zu fesseln, und noch heute ziehen seine eigenwilligen Sujets in ihren Bann. Ausstellung und Katalog bieten die Gelegenheit, das Auge für die reizvollen Kupferstiche zu sensibilisieren, sich in die reiche Bildwelt des Lucas van Leyden zu vertiefen und sich von seinen phantasievollen, bisweilen rätselhaften Erzählungen begeistern und anregen zu lassen. Die Ausstellung selbst präsentierte eine prononcierte Auswahl von mehr als 80 seiner Blätter aus dem reichen Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie vermitteln eine umfassende Vorstellung vom künstlerischen Entwicklungsprozess van Leydens, von seinen Anfänge um 1506 bis in sein letztes Schaffensjahr.